Hintergrundüberlegungen.
Vor kurzem habe ich mit einer Freundin über Businessportraits gesprochen, sie hat demnächst ein Shooting und plant dieses gerade. Bei jedem Portrait ist es essentiell, dass auf dem Foto nichts ist, was von der portraitierten Person ablenkt, mehr noch - alles auf dem Foto soll dabei unterstützen, dass die Person sich so zeigen kann wie sie ist.
Vor kurzem habe ich mit einer Freundin über Businessportraits gesprochen, sie hat demnächst ein Shooting und plant dieses gerade. Bei jedem Portrait ist es essentiell, dass auf dem Foto nichts ist, was von der portraitierten Person ablenkt, mehr noch - alles auf dem Foto soll dabei unterstützen, dass die Person sich so zeigen kann wie sie ist.
Ein “normales” Portraitfoto kann ja vor einem ganz beliebigen Hintergrund gemacht werden - je nachdem was das Modell und der Fotograf für eine Geschichte erzählen möchten. Soll ein Charakterzug, der Job, eine Eigenschaft oder ähnliches miteinbezogen werden, soll es zu einem bestimmten Motto passen, möchte man mit einer Farbe das Modell besonders unterstreichen - danach wähle ich den Hintergrund eines Portraits. Das kann in der Natur sein, eine urbane Szene, eine Location oder Hintergrund mit einer besonderen Farbe, ein bestimmtes Objekt inkludieren, komplette Setups… Da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.
Beim Businessportrait, das zB für Bewerbungsfotos verwendet wird, ist das ein wenig anders. Das wird ja möglicherweise für viele verschiedene Zwecke genutzt. Oder ein persönlicher Bezug ist in dem Fall auch vielleicht gar nicht gewünscht. Es soll nur um die portraitierte Person gehen und ganz neutral sein. Da bin ich beim Hintergrund schon deutlich eingeschränkter.
Farbe im Hintergrund fällt mal komplett weg, im Prinzip bleibt dann schwarz, weiß und grau dazwischen. Aber wann empfiehlt sich was? Ich finde diese Frage gar nicht so leicht zu beantworten. Wenn ich Portraits mache, dann biete ich immer mehrere Hintergründe an.
Ein schwarzer Hintergrund wirkt sehr mächtig und dramatisch, das ist im zB Corporate Bereich schon schwierig. Dafür im Kreativbereich sicher durchaus gewünscht, da es oft in Kombination mit dramatischerem bzw. kontrastreicheren Licht mehr Charakter und Emotionen zeigt.
Soll es ganz neutral und vor allem offen und einladend wirken, bietet sich dann weiß an. Das ist immer freundlich und hell, ein wenig “leichter” zum Ansehen. Die Gefahr besteht nur, dass der Kontrast zum Modell zu groß wird und der Hintergrund zu sehr leuchtet. Dann fühlt sich das Betrachten gar nicht mehr so gut an und da kommt das Foto dann schnell schlechter an. In dem Fall ist das neutrale Grau dazwischen die beste Wahl. Ich verlasse mich da meistens sehr auf mein Bauchgefühl und das der Modells. Beim Fotoshooting haben wir immer nach ganz kurzer Zeit herausgefunden, was am besten wirkt.