Und wieder ist es Zeit für die Teenie Fotos…
Same procedure as every year… Genau wie letztes Jahr war mein letztes Fotoprojekt des Jahres meine eigenen Kinder. Natürlich muss ich sie auch dieses Jahr für den nächsten Familien-Weihnachtskalender festhalten.
Same procedure as every year… Genau wie letztes Jahr war mein letztes Fotoprojekt des Jahres meine eigenen Kinder. Natürlich muss ich sie auch dieses Jahr für den nächsten Familien-Weihnachtskalender festhalten.
Der Klassiker unter den Weihnachtsgeschenken. Langweilig möchte man sagen, jedes Jahr das gleiche. Aber. Jedes Jahr ist die Freude bei den Opas und der Oma so groß. Die Kinder sind schon so groß geworden, man kann so sehr sehen wie viel Zeit schon wieder vergangen ist. Durch den Kalender vom letzten Jahr gibt es auch einen Vergleich, so viel ist anders, so viel aber auch gleich. So lieb sind sie die Kinder. Und so eine schöne Erinnerung.
Der Weg zu den Fotos mit meinen Teenies ist aber oft gar nicht so leicht. Vor allem nicht im Dezember während der Schularbeiten. Weihnachtsstress gibts irgendwie auch immer. Und die Deadlines der Druckdienstleister. Obwohl die da schon extrem toll sind mittlerweile. Heute konnte man Foto- und Fotoproduktbestellungen immerhin bis zum 19.12. abgeben. Und wie jedes Jahr reize ich das fast aus.
Das Fotografieren ist dann oft auch eine kleine Herausforderung. Der große ist erst spät da, die kleinere hat dann noch was vor, das Zeitfenster ist klein. Die kleinen Cousinen müssen auch noch mit drauf, dann gewinnt die Fotosession sehr schnell an Lautstärke und Dynamik. In 30 Minuten kann man das notwendigste dann schon schaffen, aber Zeit für Experimente oder spezielle Posen ist da kaum.
Das holen wir dann quasi mitten in der Nacht nach einem Kinoabend in einer zweiten Session nach. Die Movitation bei meinen Models ist ein wenig eingeschränkt, aber nach ein paar Aufwärmfotos wird die Laune dann gut. Großer Teenie ist gleich sehr happy mit den Fotos, kleiner Teenie ist ein wenig unsicher. Da gehört auch viel sprechen dazu. Fotos gleich herzeigen, ein wenig rumspaßen, viel Rücksicht nehmen - und dann sind gute Fotos im Kasten!
Portraits im Loft
Wenn die beste Freundin ihr erstes Solokonzert plant und dafür Fotos für Plakate usw. braucht, bin ich natürlich sofort dabei. Wie schon paar Mal zuvor haben wir die Fotos im Proberaum ihrer Band geschossen, eine wirklich coole Kulisse.
Wenn die beste Freundin ihr erstes Solokonzert plant und dafür Fotos für Plakate usw. braucht, bin ich natürlich sofort dabei. Wie schon paar Mal zuvor haben wir die Fotos im Proberaum ihrer Band geschossen, eine wirklich coole Kulisse.
Und wir wollten natürlich was dramatisches und außergewöhnliches - den richtigen Look um einen Musical-Abend anzukündigen. Das ist glaub ich ganz gut gelungen. Und nach dem wir uns jetzt ein paar Tage - also genau genommen 30 Jahre - kennen, war das Shooting super entspannt und lustig. Viel Plaudern, gute Musik und Fotografieren, das war ein echt toller Samstag Vormittag!
Wie bearbeitet sind meine Portraits?
Es gibt kaum etwas kontroverseres als die Bildbearbeitung. Es gibt da doch einige, die finden, ein Bild darf überhaupt nicht bearbeitet sein, weil früher war das auch nicht so. Das ist aber so nicht richtig. Auch schon zu Analogfilmzeiten wurde in der Dunkelkammer bei der Fotoentwicklung “gebastelt”. Und das aus gutem und wichtigem Grund.
Es gibt kaum etwas kontroverseres als die Bildbearbeitung. Es gibt da doch einige, die finden, ein Bild darf überhaupt nicht bearbeitet sein, weil früher war das auch nicht so. Das ist aber so nicht richtig. Auch schon zu Analogfilmzeiten wurde in der Dunkelkammer bei der Fotoentwicklung “gebastelt”. Und das aus gutem und wichtigem Grund.
Das menschliche Auge ist ein Wunderwerk der Natur. So viele Farben, Kontrast, räumliches Sehen, schneller Fokus… und dann natürlich unser Gehirn, das uns oft viel Arbeit abnimmt und sich auf das Wesentliche fokussiert. Das kann halt die Kamera als technisches Gerät nicht und sie funktioniert auch nicht wie unser Auge - Bilder direkt aus der Kamera sind oft eine herbe Enttäuschung, weil sie einfach ganz wertfrei nicht das darstellen, was unser Auge sieht.
Und genau das ist der Punkt bei der Bildbearbeitung. Für mich liegt da der Hauptgrund dafür. Ich mache aus dem vom technischen Auge gesehenen Foto wieder das Bild, das ich vor mir gesehen habe, als ich auf den Auslöser gedrückt habe.
Aber was bedeutet das jetzt genau? Die Farbtemperatur ist anders, die Kontraste sind anders, also die Helligkeitswerte des Bilds - und es wirkt direkt aus der Kamera oft ganz “flach”. Unser Auge sieht viel mehr “3D”. Das alles passe ich mit der Bildbearbeitung wieder an.
Das gilt eigentlich für jedes Foto, das ich mache - Landschaftsbild, Hochzeitsfoto oder Portrait. Und beim Portrait bzw. natürlich dem einen oder anderen Hochzeitsfoto ist das nicht alles.
Hier kommt auch die sogenannte Retusche ins Spiel. Aber ist das nicht dann schon unecht? Das kommt wirklich sehr darauf an. Wie schon vorher erwähnt, sieht nicht nur unser Auge allein, sondern unserer Gehirn steuert mit, was wir wahrnehmen. Sehen wir einen Menschen, stechen uns bestimmte Merkmale ins Auge - das Glitzern in den Augen, das Löcheln, je nach Geschmack finden wir die unterschiedlichsten Dinge ansprechend. Alles andere mildert unser Gehirn sehr ab und wir nehmen es sehr wenig wahr. Feine Linien, Hautunreinheiten, dunkle Augenringe, Glanzstellen - all das sieht die Kamera sehr viel stärker als wir, weil sie einfach alles sieht. Das stört dann die Stimmigkeit des Bilds total.
Und das ist für mich meine Ausprägung der Retusche. Alles was nicht ins Gesicht gehört, was den Charakter nicht ausmacht und was mich beim ersten Durchsehen der Fotos überrascht, weil ich es gar nicht wahrgenommen hatte bei der Aufnahme - sowie Dinge die ein paar Tage später eventuell gar nicht mehr da sein werden, die können ein wenig ausgeglichen werden oder in manchen Fällen auch raus, wie zB ein Pickel. Wobei ich da sehr zurückhaltend bin, weniger ist hier einfach mehr, umso natürlicher umso besser. Ich möchte den Menschen sehen, genauso wie ich ihn fotografiert habe, genau so wie er ist, weil genau so sieht man am besten aus.
Viel Unterschied sieht man eigentlich auf den ersten Blick gar nicht. Es sind wirklich nur Kleinigkeiten, hier ein dunkler Schatten über dem Auge, da ein Haar das absteht, Haare die ein wenig im Schatten versinken, eine Spur verfeinertes Hautbild ohne die Haut selbst groß zu verändern. Augen, die auch ein wenig im Schatten sind, den Glanz wieder zurückgeben, bei kleinen Kaffeeflecken auf den Zähnen ein wenig zu schummeln. Und trotzdem, das Bild ist einfach nachher viel stimmiger, die Person strahlt einfach eine Spur mehr, ohne zu verlieren, was sie ausmacht.
Aber wie kann man sich das jetzt vorstellen? Ich zeig das lieber einfach mal, wie das bei mir aussieht. Ich glaub, da sieht man am besten was ich meine. Fallen euch Unterschiede auf?